20 Okt 2017

Sicherheit braucht Köpfchen

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Sicherheit braucht Köpfchen – unter diesem Motto nahmen die Schüler der 1. und 2. Klassen an einem Sicherheitstraining der DEKRA zum Thema „Busfahren“ teil. Nach einem kurzen Theorieteil im Klassenzimmer, ging es gleich hinaus auf den Parkplatz beim Friedhof, wo ein grüner DEKRA-Bus geparkt war. Verschiedene Situationen wurden vor Ort realitätsgetreu mit den Kindern durchgespielt, um sie für mögliche Gefahren zu sensibilisieren.
Die Vorteile eines geordneten Einsteigens in den Bus erfuhren die Kinder am eigenen Körper. Zuerst durften sich alle wild in den wartenden Bus drängen. Es gab Geschubse, Geschrei, Kinder steckten im Einstieg fest und es dauerte sehr lange Zeit, bis alle Kinder endlich im Bus saßen. Beim geordneten Einstieg verlief alles ruhig und rasch, die Klasse benötigte nur halb so lange, bis alle Schüler einen Sitzplatz gefunden hatten. Der Unterschied war offensichtlich, die Kinder fühlten sich nach eigenen Angaben beim geordneten Einstieg viel wohler.
Die Notwendigkeit, im fahrenden Bus sitzen zu bleiben, nicht umherzulaufen und sich möglichst anzuschnallen, wurde bei einem Bremstest sehr eindrücklich vor Augen geführt. Während die Kinder auf ihrem Platz saßen und sich festhielten, saß eine lebensgroße Puppe sehr lässig auf ihrem Sitz. Zwei Erwachsene standen im Gang des Buses und hielten sich fest. Als der Bus bei geringer Geschwindigkeit bremste, wurde die Puppe herausgeschleudert und landete mit dem Gesicht voraus im Gang. Selbst die Erwachsenen, die im Gang standen, hatten Mühe, sich auf den Beinen zu halten.
Die Vorstellung, dass ein Schulbus im Alltag ohne Vorwarnung und bei wesentlich höherer Geschwindigkeit bremst, verdeutlichte allen Kindern die daraus resultierende Verletzungsgefahr.
Der Bus fährt an die Haltestelle, die wartenden Kinder drängen in Richtung Bustür. Wie leicht, gerät da ein Kind unter die Räder. Um die Gefahr zu verdeutlichen, wurde eine Kartoffel in einen Gummistiefel gesteckt. Der Bus fuhr ganz langsam mit einem Rad über den Gummistiefel. Es knirschte und knackte, viele Kinder hielten sich erschrocken die Hand vor den Mund. Im Gummistiefel war nur noch Kartoffelbrei. „Das hätte auch dein Fuß sein können“, sagte unser Sicherheitstrainer. Die Ermahnung, einen Meter Sicherheitsabstand zum Bus einzuhalten und sich erst dem Bus zu nähern, wenn er steht, wurde nach dieser Demonstration von keinem Kind in Frage gestellt.
Zum Abschluss erhielten alle Schüler zur Erinnerung eine Mütze mit Leuchtstreifen, die die Kinder auf ihrem Schulweg tragen sollen. So können sie von anderen Verkehrsteilnehmern gut wahrgenommen werden und denken immer an das, was sie im Training gelernt haben.
Denn – SICHERHEIT BRAUCHT KÖPFCHEN!


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